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Mikro-Gel-System

Mikrokristalisation (im Baubereich oft als mikro-kristalline Abdichtung bezeichnet) ist eine Methode zur Bauwerksabdichtung, bei der in die Poren und Kapillaren des Betons oder Mauerwerks kristalline Substanzen eingeleitet werden. Diese Kristalle wachsen dort weiter, wenn Wasser durch das Bauteil fließt, und verschließen so feine Poren und Risse von innen.

Worum es geht

  • Ziel: Wasserhemmung durch die Bildung von Kristallen innerhalb der Poren -> weniger Wasserinfiltration.

  • Mechanismus: Chemisch-reaktive Bestandteile wandern in die Poren, bleiben wasserführend; mit dem Feuchtigkeitsgrad wachsen kristalline Strukturen (häufig Calcium- oder Siliziumbasierte) und verschließen Kapillare.

  • Eingesetzte Systeme: kristallbildungsfähige Abdichtungszusätze oder -beschichtungen, oft als Hydratations-/Reaktionssysteme in Trocken-/Nassbereiche verfügbar.

Anwendungsbereiche

  • Tiefgaragen, Kellerwände, Fundamentabdichtungen

  • Feuchteprobleme in Beton- und Mauerwerksbauteilen

  • Bereiche, in denen herkömmliche Folien- oder Bitumenabdichtungen schwer oder unerwünscht sind

Vorteile

  • Langfristige Innenabdichtung durch Kristallbildung

  • Drosselt Wasser durch Kapillaren schon während des Eindringens

  • Kann in bestehenden Bauwerken nachgerüstet werden (je nach Produkt)

Nachteile / Einschränkungen

  • Wirksamkeit stark von Feuchtigkeits- und Porengrößen abhängig

  • Volle Wirksamkeit erst nach ausreichender Wasserzufuhr und Kontaktzeit

  • Muss korrekt aufgetragen/ dosiert werden; falsche Anwendung mindert Wirkung

  • Nicht immer geeignet für großflächige Risse oder mechanisch stark beanspruchte Bereiche

Mikro-Gel-System 4.jpg
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